"Um rauszukriegen, was meinem Hund manchmal so im Kopf rumgeht, muss ich ganz schön nachdenken." (Unbekannt)

Anja Pauli

Schon mein ganzes Leben lang bin ich von Hunden umgeben. Sie haben stets mein Leben bereichert und ein Leben ohne Hunde ist für mich schlicht unvorstellbar.

Als kleines Mädchen verbrachte ich viel Zeit bei meinen Grosseltern. Sie hatten einen Dackel namens "Asra". Sie war der erste Hund in meinem noch jungen Leben. Als meine Mutter und ich nach England zogen hausten wir auf einer Farm wo "Buffy the terrier" stets um uns herum wuselte. Meine Urgroßmutter hatte eine kleine Pekinesehündin namens "Lady". Bei meiner Patentante residierten viele Katzen, Kaninchen und "Fränzi" eine Bernhardinermixhündin. Nach Beendigung der Schule zog es mich erneut nach England. Dort lebte ich für ein halbes Jahr bei einer liebevollen Familie. Und natürlich gab es  in dieser Familie auch Hunde. "Willy, Sheeba und Prince" die drei Border Collies.


Unser Familienhund "Strolch" war ein Mischling. Zwergschnauzer x Zwergpudel. Damals sagte man dazu noch Mischling. Heute ist das ja ein Schnoodle. Und wie viele seiner Rasse wurde Strolch steinalt. 19 Jahre hat er geschafft!!! Mit ihm verbrachte ich meine Jugend und Teenagerzeit. Als er starb hatte ich längst schon selber einen Hund. Meine Mutter blieb auch nicht lange ohne Hündchen. "Nikki" der Terrier aus dem Tierheim begleitete sie für die restlichen Jahre ihres Lebens, das leider viel zu früh mit Krebs endete.


In meiner Familie waren Hunde immer allgegenwärtig und ein Teil unserer Welt. Auf dem Foto sind meine beiden Schwestern, ich und die damaligen Familienhunde. 

"Nikki, Champ, Emily, Sam"
"Nikki, Champ, Emily, Sam"

"Champ". Mein ganzer Stolz! Mein erster eigener Hund und Kumpel. Wir haben vieles zusammen erlebt und waren in einer Securityfirma als Nachtpatrouille angestellt. Mit jungen 9 Jahren musste ich ihn gehen lassen, er verstarb an Krebs.

"Champ vom Bluedino"
"Champ vom Bluedino"

Zu Champ gesellte sich bald einmal ein zweiter Hund dazu. "Emily" begleitete mich über 13 Jahre lang durchs Leben. Wir waren sehr erfolgreich im Agility und feierten manchen Schweizer Meister Titel. Wir haben uns ohne viel Worte verstanden. Sie war mein Seelenhündchen. Der Abschied von ihr fiel mir besonders schwer und ich halte sehr daran fest, dass wir uns eines Tages wieder sehen werden.

Emily und Champ verstanden sich super. Sie war sehr schnell die Chefin im Hause und liebte ihren "grossen Bruder" sehr. 

Nachdem Champ verstorben war wollte ich wieder einen grossen Hund. Ich hätte gerne wieder einen Rottweiler genommen, aber durch die negativen Erfahrungen mit den Mitmenschen, entschied ich mich für eine andere Rasse; für einen Grossen Schweizer Sennenhund. So kam "Fredy" in mein Leben.

 

"Fredy von der Fuchskaul"
"Fredy von der Fuchskaul"

Fredy ist ein cooler und lustiger Grosser Schweizer Sennenhund. Leider leider hat es für Fredy und mich aber nicht wirklich gestimmt. Und auch Emily hat sich schwer getan mit ihm. Er ist wirklich ein absolut toller Kerl und man kann täglich über ihn lachen... aber wir zwei, das hat nicht geklappt. Nach viereinhalb Jahren durfte Fredy zu meiner Schwester ziehen. Und das war das Beste was ihm passieren konnte. Die Zwei sind ein Herz und eine Seele. Meine Schwester liebt ihn über alles und ich bin sehr sehr glücklich darüber, dass er bei ihr leben darf. 

Ein wahrer Hundefreund sollte die Einsicht haben, dass es auch unter den Hunden Charaktere gibt, die trotz allergrössten Liebesbekundung nicht mit einem harmonieren und dann die Grösse besitzen, das geliebte Tier zu seinem Wohle abzugeben. Dieses hat mich Fredy gelehrt.

Heute lebe ich mit meinen Zwergen im schönen Fricktal in einem kleinen Haus mit Garten und umgeben von viel Natur. Hier kann ich mir nun einen lang ersehnten Traum erfüllen: meine eigene kleine Hundezucht. Mit Fredy hatte ich bereits einen Einblick in die Welt der Hundezucht, denn er war ein gekörter Deckrüde der zweimal erfolgreich Nachwuchs gezeugt hat. Mitzuerleben wie die Kleinen aufwachsen hat mich in meinem Streben nach einer eigenen Zuchthündin nur noch bestärkt. Und so bereite ich nun alles vor um diesen Traum in Erfüllung gehen zu lassen. Ich besuche Kurse zum Thema und nehme an weiterbildenden Veranstaltungen teil. 

Hundesport betreibe ich keinen mehr, aber wir unternehmen wann immer möglich gemeinsame Wandertouren und Ausflüge in der Region und der ganzen Schweiz. Es gibt noch viel zu entdecken.